Über uns
Der Waldschrat war zuerst hier.
Bevor es uns gab, gab es ihn, und das schon eine Weile. Er taucht in alten Überlieferungen als vieles auf: dämonisiert, belächelt oder auch als Sündenbock. Unser Waldschrat ist freundlich, hilft wo es zu helfen gilt, zeigt auf was man lieber übersehen würde und bleibt dabei stets gelassen und geduldig. Der einem (auch mal gerne ungefragt, aber mit Zwinkern) den richtigen Weg zeigt und dabei grinst, als wüsste er längst, dass man ihn brauchen würde.
Was er weiß, gibt er weiter. Nicht laut. Meistens in Form eines Pfads, den man nur gehen darf.
Eine Frage, die nicht losließ.
Ehrlich gesagt war es kein magischer Moment mit Fanfaren oder Feenstaub. Wir liefen durch den Wald bei Peißenberg, weil uns im Büro die Decke auf den Kopf fiel, und weil man dort einfach besser denkt. Irgendwann blieben wir stehen. Nicht wegen der Aussicht, die ziemlich gut ist. Sondern weil das, worüber wir sprachen, sich nach einem echten Aha-Moment anfühlte.
Wir trafen uns in einer Münchner Marketingagentur. Wenig gemeinsam, außer einem Gefühl, das uns nie ganz losließ: Irgendetwas in der Art, wie die meisten Menschen ihren Alltag bewältigen, stimmt nicht ganz. Zu viel Beschleunigung. Zu wenig Anker. Zu viele Lösungen, die keine waren.
Was, wenn Pflanzenwissen und moderne Forschung keine Gegensätze wären, sondern ein System? Was, wenn eine App und ein Supplement sich nicht gegenseitig erklären müssten, sondern gegenseitig verstärken?
Aus diesen Fragen wurde Wald&Schrat. Nicht aus einem Businessplan. Aus einem Spaziergang, der erste von vielen Waldpfaden.
Moritz: Als der Körper Nein sagte.
Ich komme von der Bundeswehr, Gebirgsjäger, um genau zu sein. Und wer das kennt, weiß: Da lernt man, Dinge durchzuziehen. Starre Struktur, strategische Orientierung, den Blick fürs Wesentliche. Irgendwann zermürbten mich die ethischen Kompromisse, die dieser Beruf mit sich bringt, und ich merkte, dass ich woanders besser aufgehoben bin. In einer Onlinemarketing-Agentur stellte ich fest, dass sich Disziplin und Struktur gut mit Pivot-Tabellen und Conversion-Rates verträgt. Zahlen lagen mir. Strategien auch. Also gründete ich meine eigene Agentur.
Was dann folgte, klingt nach dem typischen Buzzword-Agency-Bingo: Growth, Deadlines, +12h/7-Hustle and repeat, und irgendwann ein Körper, der leise, aber hartnäckig aufhörte mitzuspielen. Nicht mit einem Knall. Eher wie ein Browser, der immer langsamer wird, irgendwann einfriert, und man trotzdem wild weiterklickt.
Der erste Reflex war vorhersehbar: mehr Sport, bessere Tools, Pomodoro, Zeitoptimierung, Prozesse validieren, kürzere Nächte. Der klassische Versuch, ein Ausdauerproblem mit mehr Tempo zu lösen. Spoiler: hat nicht funktioniert. Im Gegenteil, Depressionen, innere Taubheit, das Gefühl, dauerhaft über die eigenen Grenzen zu gehen.
Was schließlich half, war das, was ich am längsten ignoriert hatte: weniger tun, anders denken, andere Möglichkeiten der Hilfe in Betracht ziehen. Pflanzenstoffe, die keine Wunder versprachen, aber wirkten, wenn man ihnen Zeit ließ. Meditationen, die den Kopf nicht leerer machten, sondern klarer. Es folgten Jahre nebenher, Ausbildung zum Achtsamkeitstrainer, Meditationslehrer, schließlich Buddhistische Psychologie. Und hui, da ging plötzlich was.
Die Excel-Tabellen nutze ich übrigens immer noch, ich bin halt doch ein Struktur-Mensch. Aber dazugekommen ist das Sitzkissen in der Mittagspause und die kurze Meditation.
Daniel: Als die Welt die Antwort wurde.
Ich habe die Fachlehrer-Ausbildung fertig gemacht, Werken, Technisches Zeichnen, Kunst, IT, Referendariat inklusive. Und dabei verstanden, dass das, was junge Menschen wirklich brauchen, an den wenigsten Schulen gelehrt wird: Wer bin ich, und was will ich hier eigentlich tun? Diese zwei Fragen haben mich mehr beschäftigt als jeder Lehrplan. Also hörte ich auf, sie zu ignorieren.
Was folgte, war weniger Lebensplan als Lebensabenteuer: Neuseeland, dann die Heilpraktiker-Ausbildung in München, eigentlich geplant als medizinisch-naturheilkundliche Grundlage, um danach von den Aborigines in Australien zu lernen, dann allerdings doch Mexiko, ganz einfach weil die Liebe andere Pläne hatte. Nebenher baute ich meine Heilpraktiker-Praxis auf, arbeitete mit Patienten und landete irgendwie auch noch als Videoeditor in der Marketingagentur, in der Moritz und ich uns kennenlernten. Der Lebensweg ist selten gerade. Meiner war es jedenfalls nicht.
Zwischen 2014 und 2021 lebte ich zwischen Deutschland und Mexiko und lernte von traditionellen Heilern aus den Kulturen Lateinamerikas. Was ich dabei mitnehmen durfte, war kein Rezept. Es war ein anderer Blick: Pflanzen nicht als Rohstofflieferanten, sondern als Lebewesen, die mit dem Menschen zusammenarbeiten. Ein Verständnis von Rhythmen, Zyklen und Zusammenhängen, das heute in jedem Wald&Schrat-Produkt steckt und die Grundlage unseres Vier-Elemente-Konzepts bildet.
2021 endete die Beziehung, und mit ihr verlor ich alles, was ich in Mexiko aufgebaut hatte. Ich kam zurück nach München und fing neu an. Was ich dabei klarer sah als je zuvor: Altes Wissen wird nicht dadurch lebendig, dass man es konserviert. Sondern dadurch, dass man es neu erzählt, für die Menschen, die es heute brauchen.
Die Herausforderung war, das Entdecker-Temperament mit dem zu verbinden, was ein Unternehmen braucht: Struktur, Disziplin, Verlässlichkeit. Gut, dass ich da jemanden kenne, der ein Sitzkissen und eine Excel-Tabelle hat.
Was daraus wurde.
Was entsteht, wenn ein Struktur-Mensch mit Sitzkissen und jemand mit jahrelangem Pflanzenwissen gemeinsam an etwas bauen? Im besten Fall ein System, das so funktioniert wie der Wald selbst: als Einheit, in der kein Teil überflüssig ist. Supplement und App verstärken sich gegenseitig, nicht als Versprechen, sondern weil Körper und Geist eben keine getrennten Baustellen sind und nie waren. Weil wir genau diesen Blickwinkel wieder mehr Beachtung schenken wollen.
Das klingt vielleicht nach Konzept. Ist es auch, aber eines, das aus echten Erfahrungen gewachsen ist, nicht aus einem Whiteboard (wobei: wartet, die sind alle auf Spaziergängen am Hohenpeißenberg in Sprachnachrichten geflossen). Und es braucht Zeit. Die Forschung zur Neuroplastizität zeigt: Nachhaltige Veränderungen entstehen nach etwa zwei Monaten regelmäßiger Praxis [Studie 1]. Ja, das ist lang, das wissen wir. Wir sagen es offen, weil wir beide wissen, wie sich leere Versprechen anfühlen. Wir haben genug davon gesucht.
Der Waldschrat ist eben keine Fast-Food-Fee.
Wofür wir stehen.
Wir verkaufen keine Wunder, das haben wir selbst zu lange gesucht. Was wir bieten, sind Werkzeuge, die funktionieren (je nach Mensch manchmal schneller, mal langsamer), wenn man ihnen Zeit lässt: Wirkstoffe aus Quellen, denen wir vertrauen, Rezepturen, die durchdacht sind, und eine App, die nicht noch mehr Lärm macht, sondern verankert. Klingt unspektakulär. Ist es auch, und das ist der Punkt.
Dahinter steckt keine Konzernmaschine, sondern zwei Menschen, die ihre eigenen Lösungen teilen. Weil wir wissen, wie es sich anfühlt, nach Antworten zu suchen. Weil wir wissen, wie sich leere Versprechen anfühlen. Weil wir glauben, dass es ehrlicher geht. Und weil es uns geholfen hat, und noch immer hilft. Denn wir nehmen unsere eigenen Pillen und praktizieren regelmäßig unsere eigenen Übungen.
Wir sind Wegbegleiter für Menschen, die bereit sind, es anders zu versuchen. Wo die Evidenz trägt, sagen wir das. Wo sie dünn ist, sagen wir das auch, und bei akuten Krisen oder schweren Erkrankungen sagen wir klar: Bitte such dir professionelle Hilfe. Wir unterstützen, wir ersetzen keine Therapie. Denn Menschen liegen uns wirklich am Herzen, egal wie klein das Anliegen auch sein mag.
Das ist keine Bescheidenheit. Das ist Haltung.
Und du?
Vielleicht kennst du diesen Moment: Du hast alles richtig gemacht, und trotzdem hast du das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Mehr Effizienz, mehr Kontrolle, mehr vom Mehr. Ist nicht die Antwort. Was fehlt, ist kein neuer Optimierungsplan und auch kein Versprechen eines "besseren Dus". Sondern ein Weg, der wirklich zu dir passt. Einer, der nicht verspricht, dass es schnell geht, aber einer, der trägt.
Genau da beginnt der Waldpfad.
Der Schrat kennt ihn schon, wir gehen ihn mit dir, aber gehen musst du ihn selbst. Das bedeutet nur: Wir können den Rucksack nicht für dich tragen, aber wir gehen nebenher.
Schön, dass du den Weg zu uns gefunden hast.
Moritz & Daniel
[Studie 1] Eine Metaanalyse von 20 Studien mit 2.601 Teilnehmern zeigt: Gewohnheitsbildung für gesundheitsbezogene Verhaltensweisen beginnt innerhalb von etwa zwei Monaten regelmäßiger Praxis. (PubMed, 2024)